Aktuell: Peter Höner: HEREINSPAZIERT
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Archiv: Theateraufführungen


Peter Höner
HEREINSPAZIERT
ein Stück Migration

Auf der Bühne wird gekocht. Ausländerinnen und Ausländer, die seit Jahren in der Schweiz leben, einige möchten eingebürgert werden, andere nicht, treffen sich, um ein Essen für Gäste vorzubereiten. Sie rüsten Gemüse, braten an, es zischt und dampft, und die Zuschauer sehen, hören und riechen, was ihnen nach 90 Minuten aufgetragen wird. Die Köche erzählen, warum und wie lange sie schon in der Schweiz leben, was für Pläne sie haben, was sie an der Schweiz schätzen, was sie stört.
Rund um die Küche spielen zwei Schauspielerinnen und zwei Schauspieler in wechselnden Rollen drei Geschichten von Asylbewerbern und Beamten, die diese in Empfang nehmen und deren Anträge bearbeiten. Einem Mann aus Kosovo hat man geraten, sag einfach immer «Ja», damit fährst du in der Schweiz am besten. Ein Georgier glaubt, die beste Strategie sei Hartnäckigkeit, mehrfach abgewiesen, kehrt er immer wieder zurück und versucht sein Glück aufs Neue. Und eine junge Frau aus Nigeria scheint einfach nur froh zu sein, dass ihre Reise ein zumindest vorläufiges Ende hat.
Im Gegensatz zu den Kochszenen geht es in den Spielszenen nicht um individuelle Biografien. Es werden Mechanismen vorgeführt, die Polizisten, Beamte und alle Beteiligten vor Aufgaben stellen, für die es keine schnellen Lösungen gibt. «Hereinspaziert» zeigt, was es bedeutet, in einer andern Kultur ein neues Zuhause zu finden.

Regie: Jean Grädel
Spiel: Katharina Alder, Avni Avdyli, Harald Gessner, Pilar Perez Guerera, Markus Keller, Annette Kuhn, Marta Macedo, Teresita Papa, Uwe Schuran, Ana Tomàs
Bühne: Felix und Stefan Rutishauser
Musik: Daniel R Schneider
Licht: Christian Stricker
Uraufführung 12. April 2012, FTT, "Kultur im Shop", Kreuzlingen

Peter Höner
BILAL

Theaterstück in 7 Bildern
nach dem gleichnamigen Buch von Fabrizzio Gatti


«Die grössten Verbrecher sind die, die das Denken verweigern.»
Hannah Arendt
noch schlimmer sind diejenigen:
«… die Zusammenhänge kennen, ohne daraus Konsequenzen zu ziehen.»
Karen Duve


Dirkou ist ein grüner Streifen inmitten der ockerfarbenen Dünenkette, die Oase der Sklaven, die letzte grosse Station für diejenigen, welche auf dem Weg nach Libyen den Ténéré durchqueren. Ein Unort.
In Dirkou wollen alle weg. Wer hierher kommt, will weiter. Auch die hier stationierten Polizisten, Soldaten, Händler und Schlepper wollen nicht bleiben, sie erfüllen ihre Dienstpflicht, sie sind hier, um Geschäfte zu machen, auch sie wollen wieder weg. Alle wollen weg, doch nur den wenigsten gelingt dies auch. Viele stranden hier für immer. Wüstensand deckt alles zu.

Regie: Eva Lange
Uraufführung: 18. Januar 2012, Landesbühne Niedersachsen Nord, Stadttheater Wilhelmshaven

Kaspar Lüscher
RENDEZ-VOUS
mit Peter Höner & Kaspar Lüscher
Regie: Paul Weibel
Dramaturgische Beratung: Klaus Merz

Edi und Max, zwei durchwegs ver-
schiedene Männer, verschlägt es auf eine Bank, die jeder für sich allein beansprucht. Natürlich versucht nun jeder, dem andern die Bank streitig zu machen. In ihren erbitterten Kämpfen müssen sie aber erkennen, dass ihre Leben auf unliebsame Weise schicksalhaft mit-
einander verknüpft sind. Wie zwei Fische, gefangen im Netz, versuchen sie, sich bis zur Erschöpfung frei zu zappeln. Ein clowneskes Spiel mit versöhnlichem Ausgang.



Uraufführung 14. Mai 2007 im Theater fricks-monti

Kritik:
ART-TV  Sehen Sie hier den Filmbericht von Marie-Thérèse Vu.

Aargauer Zeitung: "Kein aufwändiges Bühnenbild erwartete die Zuschauer, dafür eine zweistündige Präsenz und ausgezeichnete Spielkunst der beiden Akteure....Von Anfang an schafften es Peter Höner und Kaspar Lüscher das gespannte Publikum zu fesseln. ... Der Autor Kaspar Lüscher schrieb ein vielschichtiges und humorvolles Theaterstück, das im besten Sinne an Samuel Becketts "Warten auf Godot" erinnert. ... Regisseur Weibel erarbeitete mit den beiden Spielern ein clowneskes Stück mit psychologischem Hintergrund. ... Das Premierenpublikum fühlte sich durch die grosse Bandbreite an Spannung und humorvollen Momenten bestens unterhalten und bedankte sich zum Schluss mit langem Applaus."
Yvonne Brogli- Aargauer Zeitung, Mittwoch, 16. Mai 2007

Peter Höner
ENDLICH LEBEN ANFANGEN

Sogar Theater
Die beiden Brüder, der Bildhauer Ernst Gubler und der Maler Max Gubler, wechselten zwischen 1914 und 1954 über 500 Briefe. Sie erschliessen zwei Künstlerleben in der Zwischenkriegszeit, vor allem in der Zeit von 1921 bis 1928, als die beiden auf Lehr- und Wanderjahren mit Stationen in Weimar, München, Berlin, Florenz und Lipari ihren Weg suchten, und von 1930 bis 1937, als Max Gubler in Paris lebte. Eine wichtige Rolle und immerwährende Vermittlerin zwischen Familie und Kunst, zwischen Heimat und Fremde war die Mutter Bertha Gubler.
Als szenische Lesung stellen die Schauspieler Kaspar Lüscher und Peter Höner eine von Peter Höner erarbeitete Collage des Briefwechsels im Zürcher Sogar Theater vor.

Henrik Ibsen
PEER GYNT
Iselisberger Fassung 2006 von Peter Höner

"Erkenne dich selbst." Peer Gynt ist entschlossen, sein eigener Held zu sein, Abenteurer, Verführer und Kaiser der Welt. Er will den Dingen auf den Grund gehen, sich nicht mit der Oberfläche des normalen Lebens zufrieden geben. Immer spielt er auf volles Risiko und immer wieder heisst es: Game over, Jugend vorbei, neues Spiel, neues Leben. Fantast, Partylöwe, Robinson, Self-made-man, Guru, Forscher; aber eine Antwort auf seine ursprüngliche Frage: "Wer bin ich?" findet er nicht. Als alter Mann landet er wieder in seiner Heimat und hier, in einem finalen Kampf um den Wert dieses Lebens, gehen ihm die Augen auf.

Textfassung: Peter Höner
Regie: Peter Höner und Kaspar Lüscher
Assistenz: Caroline Teschmer
Spiel: Jugendliche der Klassen Benedikt Diener, Fritz Maag und Barbara Christine Äschbach aus dem Schulhaus Liguster, Zürich-Oerlikon.
Aufführungen: Theater im GZ Buchegg, 6. und 7.April 2006.

Iris Disse
MEIN ONKEL DER JAGUAR

Nach einer Novelle von João Guimarães Rosa.
Jaguar ist eine sinnlich-magische Geschichte, die in den Kosmovisionen der Dschungelvölker Lateinamerikas wurzelt. Sie lässt uns eintauchen in archaische und ursprüngliche Schichten unseres Selbst.

THEATER - ABENTEUER IN DER WILDNIS DER TAUBENLOCHSCHLUCHT. Bitte Taschenlampe, ein Sitzkissen und ev. einen Regenschirm mitbringen!

Spiel und Dramaturgie: Iris Disse
Regie: Peter Höner
Musik: Hans Koch
Basklarinette, Kontrabass, Perkussion: David Höner
Produktionsleitung: Charlotte Madörin

Premiere in Biel: Do.28 Juli 2005, 20 Uhr
Weitere Vorstellungen: Fr 29., Sa 30. Juli und Do 4. bis Sa 6. August.
Taubenlochschlucht Biel; Ápero in der L´eau-berge du Tubeloch, Frinvillier/Biel, dann gehen alle zusammen zum Spielort in der Schlucht.
Premiere in Zürich: Mi 10. August 2005 20.30 Uhr

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