Ein Theaterprojekt mit Schülerinnen und Schülern in Zürich / Oerlikon
Peer auf Ingrids Hochzeit
Im Winter 2005 habe ich für zwei 3. Sekundarklassen in Oerlikon Ibsen «Peer Gynt» bearbeitet. Im April 2006 haben wir (die Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrpersonen, der Schauspieler Kaspar Lüscher, die Studentin Caroline Teschmer und ich) das Stück im «Theater am Buecheggplatz» aufgeführt.
Peer vor dem König der Trolle
Für alle Beteiligten, fast 50 Leute, eine anstrengende und aufregende Arbeit, die wir mit grossem Ernst, aber auch mit Spass, in Angriff genommen und zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht hatten. Damals entstand die Idee, die Erfahrungen in der Auseinander-
setzung mit Gynts Frage: «Wer bin ich?» festzuhalten und zu einem dokumentarischen Bericht in Buchform zu verarbeiten.
Peer als Guru
Auch nach den Aufführungen führte ich zahlreiche Gespräche mit den Schülerinnen und Schülern, schrieb mir ihre Biografien auf, sammelte weitere Geschichten, die sich mit eigenen Theatererfahrungen vermischten. Doch dann entfernte sich die Figuren immer stärker von den einstigen Vorbildern. Die Romanfiguren bekamen ein eigenes Leben und liessen sich nicht mehr mit ihren Vorbildern vergleichen, sie standen für sich, auch wenn ihre Positionen als Schüler oder Lehrer erhalten blieben. Es kamen neue Situationen, neue Figuren dazu und aus der einmal geplanten Dokumentation wurde ein Roman.
Peer im Irrenhaus von Kairo
Heute, fünf Jahre später, haben die Theaterarbeit mit den Schülern und die Ereignisse im Roman kaum noch Parallelen, das ist gut so, auch wenn mir die Bilder und Eindrücke von damals nach wie vor lieb sind und mich an den Ausgangspunkt zu «Gynt» erinnern.
Schlussapplaus
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